Vortragsangebot

Dr. jur. Jörg Burkhard, Fachanwalt für Steuerrecht und Strafrecht, Wiesbaden

und

Rechtsanwalt Thorsten Franke-Roericht, LL.M. Wirtschaftsstrafrecht, Frankfurt aM

referieren die GoBD, insbesondere im Hinblick auf ihre Bedeutung für bargeldintensive Branchen (Gastronomie, Apotheken). Wissen, worauf es ankommt. Praxisnah, prägnant, spannend.

Kurzer Überblick zu den GoBD inkl. Kritik

Die GoBD konkretisieren die Ordnungsmäßigkeitsanforderungen der Finanzverwaltung an den Einsatz von IT bei der Buchführung und bei sonstigen Aufzeichnungen. Die GoBD wurden durch das BMF-Schreiben vom 14.11.2014 veröffentlicht (BStBl. I 2014, 1450) und gelten für alle Veranlagungszeiträume, die nach dem 31.12.2014 beginnen. Damit ersetzen die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) ab dem 01.01.2015 die GoBS (Grundsätze ordnungsgemäßer DV-gestützter Buchführungssysteme) und die GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und Prüfbarkeit digitaler Unterlagen). Die GoBD beziehen sich auf alle Vor- und Nebensysteme der Finanzbuchführung (z. B. Material- und Warenwirtschaft, Lohnabrechnung, Zeiterfassung). Kritik: Einzelne Regelungen sind rechtlich umstritten. Fiskus spielt sich zum Nachteil des Steuerpflichtigen als Quasi-Gesetzgeber auf.

Was bedeutet eigentlich fiskalisierte Kasse?

Wann muss diese bestehen? Wer kann umrüsten? Was bedeutet das? Können alte Kassen in Zahlung gegeben werden? Was ist mit den alten Kassenspeichern – Aufrüstungspflicht/Übergangsregelung?

Was und wie prüft das FA?

Welche Gegenargumente gibt es in der BP zu den digitalen Prüfroutinen materiell und formell?

Müssen außersteuerliche „Neben“-Aufzeichnungen vorgelegt werden (FG Münster [Urteil vom 7.11.2014 – 14 K 2901/13], Hess. FG [Urteil vom 24.4.2013 – 4 K 422/12] sagten: nein, FG Sachsen-Anhalt [Urteil vom 23.5.2013 – 1 K 396/12] sagte: ja, nun der BFH: Urteil vom 16.12.14 – X R 42/13)

Was sieht der Steuerberater?

Welche Haftungsrisiken bestehen für den Berater nach §§ 191, 71 AO bzw. zivilrechtlich? Wie weit muss der Berater aufklären? Wie weit muss der das Abstellen von Fehlern in der Buchführung des Mandanten kontrollieren? Wann muss er das Mandat niederlegen? Selbstanzeige (siehe unten)?

Was bedeutet der Verstoß steuerlich? Was bedeutet ein Verstoß steuerstrafrechtlich?

Verwerfung der gesamten Buchhaltung? Keine Beweiskraft der Buchführung nach § 158 AO? Steuerstrafverfahren gegen Steuerberater, Buchführungskräfte, Leiter Steuerabteilung? Ordnungswidrigkeitenverfahren nach §§ 30, 130 OWIG gegen Geschäftsführer und Vorstände?

Mögliche Vortragsorte: bundesweit

Dauer: 1,5 – 2 Stunden exkl. Pausen

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RA Dr. Jörg Burkhard, Fachanwalt für Steuerrecht und Strafrecht ist seit über 20 Jahren im streitigen Steuerrecht, Steuerstrafrecht und Wirtschaftsstrafrecht tätig. Er hat 4 Fachbücher und rund 100 Aufsätze zu diesen Themenbereichen veröffentlicht und zahlreiche Vorträge zu steuerlichen und steuerstrafrechtlichen Themen gehalten.

RA Thorsten Franke-Roericht, LL.M. Wirtschaftsstrafrecht, ist in eigener Kanzlei in Frankfurt am Main tätig. Er berät und vertritt bundesweit Unternehmen und Privatpersonen in den Bereichen Steuerstreit, Steuerstrafrecht und Wirtschaftsstrafrecht. Zuletzt publizierte er zum Thema „Beihilfe zur Steuerhinterziehung durch Verkauf von manipulierbaren Kassensystemen“.

Für Steuerberater-Bezirksgruppen, für Firmen als Inhaus-Seminar, für Interessierte ….. buchen Sie uns, rufen Sie an: 0611-890910